Gardening Tipps & Tricks
- all about taste Team
- 7. Jan.
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 10. Jan.
Ein Jahr im Garten – von der Idee bis zur Ernte
1. Planung & Vorbereitung

Der Garten beginnt im Kopf
Bevor die erste Hand Erde berührt, bevor Handschuhe aus der Schublade gezogen und Töpfe nach draußen getragen werden, entsteht der Garten ganz leise. Im Kopf. Auf einem Zettel. Beim Kaffee am Küchentisch. Beim Blick aus dem Fenster.
Jetzt ist die Zeit, um zu träumen – und um ehrlich zu sein. Wie viel Raum habe ich wirklich? Wie viel Zeit möchte ich investieren, wenn der Frühling in den Sommer kippt? Ist mein Balkon ein Sonnenplatz oder eher ein schattiger Rückzugsort? Und was wünsche ich mir am Ende des Tages: üppige Ernte, blühende Ruhe oder beides?
Beete werden skizziert, nicht perfekt, sondern intuitiv. Balkonkisten ausgemessen, Töpfe gedanklich verschoben. Man stellt sich vor, wie Tomaten im Hochsommer duften, wo der Salat morgens im Tau steht und welche Ecke Platz für Blumen bekommt – einfach, weil sie schön sind.
Gute Planung ist kein starres Konzept, sondern ein Versprechen an sich selbst. Sie nimmt Druck, schafft Klarheit und spart später Zeit und Kraft. Wer weiß, welche Pflanze wohin gehört, muss im Sommer nicht improvisieren – und kann stattdessen genießen.
Inspiration liegt überall: in Saatgutkatalogen, die man viel zu lange durchblättert. In Spaziergängen durch fremde Gärten. In Gesprächen über das, was gewachsen ist – und über das, was gescheitert ist. Denn auch das gehört dazu. Manche Pflanzen kommen wieder, andere nicht. Der Garten vergisst nichts, aber er verzeiht viel.
Am Ende dieser Phase steht kein fertiger Plan, sondern ein Gefühl. Ein leises Ja zu dem, was kommen darf. Und genau hier, zwischen Idee und Erde, beginnt das Gartenjahr wirklich.



Kommentare