Anzucht & Vorkultur
- all about taste Team
- 26. Feb.
- 1 Min. Lesezeit
Der Februar bringt die ersten vorsichtigen Zeichen von Aufbruch. Draußen ist der Garten noch winterlich, doch drinnen beginnt das Wachstum – langsam, konzentriert und voller Hoffnung. Jetzt dürfen die ersten Samen ins Warme, auf die Fensterbank oder in kleine Anzuchtschalen.

Besonders die Tomaten stehen im Mittelpunkt. Ihre Samen sind winzig, doch in ihnen steckt bereits der ganze Sommer. Sorgfältig werden sie in feine Erde gedrückt, angegossen und an einen hellen, warmen Platz gestellt. In den nächsten Tagen zeigen sich die ersten Keimlinge – zart, hellgrün, noch fragil, aber voller Kraft. Sie brauchen jetzt vor allem Licht, damit sie kräftig und nicht lang und dünn wachsen.
Auch die Kräuter melden sich zu Wort. Basilikum liebt die Wärme und keimt zuverlässig auf der Fensterbank, während Schnittlauch bereits nach kurzer Zeit seine ersten feinen Halme zeigt. Diese frühen Kräuter bringen frisches Grün in die Winterküche und machen Lust auf das, was draußen noch auf sich warten lässt.
Die Karotten hingegen üben sich weiter in Geduld. Sie brauchen kühle Temperaturen und lockeren Boden – für sie ist es noch zu früh. Ihre Zeit kommt später, wenn die Erde draußen wieder aufnahmefähig ist.
Eine Ausnahme bildet erneut die Brunnenkresse. Sie ist genügsam, unkompliziert und wächst schon jetzt in Schalen oder kleinen Gefäßen. Feuchte Erde oder sogar Wasser reicht ihr aus, um frische, leicht scharfe Blätter zu entwickeln – ein kleiner Vitaminspender mitten im Winter.
Der Februar ist ein stiller, konzentrierter Monat. Es wird nicht viel getan, aber alles mit Bedacht. Mit Licht, Wärme und Geduld beginnt das Gartenjahr – ganz leise, aber unaufhaltsam.


Kommentare