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Kanelbullens Dag – Wenn die Herbstkälte nach Zimtschnecken riecht

Autorenbild: all about taste Team
all about taste Team
vor 3 Tagen
2 Min. Lesezeit

Anfang Oktober zeigt sich der Herbst von seiner frostigen Seite: Morgens hängt ein kühler Dunst über den Feldern, der Wind fegt durch die Straßen, und der Regen trommelt gegen die Fenster. Die Sonne lässt sich nur sporadisch blicken, und die ersten bunten Blätter wirbeln über die Gehwege. Die perfekte Zeit, um sich in die warme Wohnung zurückzuziehen – mit einem dicken Pulli, einer kuscheligen Decke und einer dampfenden Tasse Tee, Kaffee oder heißer Schokolade in der Hand. Die Welt draußen kann bis zum ersten Sonnenschein und den ersten Frühlingstagen ruhig warten.


Doch richtig gemütlich wird es erst mit dem passenden Gebäck – und hier kommen die Schnecken ins Spiel. Keine der langsamen Gartenbewohner, sondern die süßen, nach Karamell, Zimt und Butter duftenden Schnecken, die frisch aus dem Backofen kommen.


Besonders beliebt sind die Zimtschnecken, in Schweden liebevoll Kanelbulle genannt. Sie gehören zum Kaffee-Klatsch mit Freundinnen oder der Großmutter einfach dazu. Einer Tradition zufolge muss der Gast des Hauses als erstes eine Schnecke essen, bevor er sich den anderen Leckereien widmen darf. Die Liebe der Schweden zur Kanelbulle erreichte 1999 ihren Höhepunkt: Seitdem wird jedes Jahr am 4. Oktober der „Tag der Zimtschnecke“ – Kanelbullens Dag – gefeiert.


Übrigens: Auch das „@“-Zeichen wird aufgrund seiner Form oft als Kanelbulle bezeichnet – schließlich erinnert es an die typische Spiralform der Schnecke.


Zimtschnecken sind übrigens nicht nur in Schweden beliebt. In Nordamerika heißen sie Cinnamon Rolls. Wer durch die riesigen Shoppingmalls der USA oder Kanadas schlendert, dem steigt früher oder später der Duft von süßem Zimt und cremigem Frosting in die Nase. Ganze Franchiseketten verkaufen dort ausschließlich diese Schnecken – oft im Supersize-Paket mit einem großen Latte Macchiato.


In Österreich spricht man von Zuckerschnecken, in Baden, der Pfalz, dem Saarland und in Schwaben von Schneckennudeln. Der Name ist selbsterklärend: Sie erinnern an das Haus der bekannten, langsamen Gartenbewohner.


Natürlich gibt es die Schneckennudel nicht nur in der Zimtvariante: Auch Nuss-, Rosinen- oder Apfelschnecken sind beliebte Klassiker. Perfekt, um den frostigen Herbstmorgen oder die ersten langen Abende im goldenen Herbstlicht zu genießen.

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