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Food, Drinks and Lifestyle

Tag der Windbeutel – Eine Liebeserklärung an das luftigste Gebäck der Welt

  • Autorenbild: all about taste Team
    all about taste Team
  • 2. Jan.
  • 3 Min. Lesezeit

Am 2. Januar ist der Tag der Windbeutel.


Außen zart-knusprig, innen hohl und bereit für alles, was süß, cremig oder fruchtig ist: Der Windbeutel ist eines dieser Gebäcke, die nie laut sein mussten, um geliebt zu werden. Und doch bekommt er jedes Jahr seinen ganz eigenen Moment – den Tag der Windbeutel. Ein perfekter Anlass, um dieses unterschätzte Meisterwerk der Pâtisserie zu feiern.


Was ist der Tag der Windbeutel?

Der Tag der Windbeutel wird international gefeiert (vor allem im angloamerikanischen Raum als Cream Puff Day) und widmet sich einem Gebäck, das aus der klassischen Küche nicht wegzudenken ist: dem Brandteiggebäck. Auch wenn das genaue Ursprungsdatum nicht eindeutig belegt ist, ist der Anlass klar – Genuss, Nostalgie und eine Portion Kindheitserinnerung.



Ein Gebäck mit Geschichte

Der Windbeutel stammt aus der französischen Küche und geht auf den sogenannten Pâte à choux zurück. Erfunden wurde der Brandteig bereits im 16. Jahrhundert, vermutlich am Hof von Katharina von Medici. Später perfektionierten französische Pâtissiers die Technik – und schufen damit die Basis für Éclairs, Profiteroles und eben Windbeutel.

Der Name „Windbeutel“ ist dabei herrlich poetisch: leicht wie Luft, fast leer wie ein Beutel voller Wind – zumindest bis er gefüllt wird.


Warum wir Windbeutel lieben

Der Reiz des Windbeutels liegt im Kontrast:

  • Außen: leicht gebacken, goldgelb, manchmal minimal knusprig

  • Innen: luftig-hohl, bereit für süße Verführungen

  • Füllung: Sahne, Vanillecreme, Eis, Früchte oder moderne Varianten wie Pistaziencreme oder Salzkaramell

Ein guter Windbeutel ist kein schweres Dessert – er ist ein Versprechen.


Klassisch oder modern?

Traditionell wird der Windbeutel mit ungesüßter oder leicht gesüßter Sahne gefüllt und mit Puderzucker bestäubt. Doch die moderne Küche hat ihn längst neu interpretiert:

  • Windbeutel mit Mascarpone & Beeren

  • Mini-Windbeutel mit Pistazien- oder Haselnusscreme

  • Herzhafte Varianten mit Frischkäse, Lachs oder Kräutern

  • Gefrorene Windbeutel als Sommerdessert mit Eis

Gerade diese Wandelbarkeit macht ihn zeitlos.


Windbeutel & Erinnerungen

Für viele ist der Windbeutel untrennbar mit Sonntagen verbunden: Cafébesuch mit den Großeltern, Kuchentheke im Freibad-Restaurant, Familienfeiern mit silbernen Tortenplatten. Er ist kein modischer Dessert-Star – sondern ein verlässlicher Begleiter.

Vielleicht liegt genau darin seine Stärke: Der Windbeutel will nicht beeindrucken. Er will gefallen.


Der perfekte Windbeutel – worauf es ankommt

Ein wirklich guter Windbeutel erkennt man an:

  • sauber gebackenem Brandteig ohne Teigreste

  • neutralem Geschmack, nicht zu süß

  • frischer, stabiler Füllung

  • Balance zwischen Luftigkeit und Cremigkeit

Zu trocken? Enttäuschend.Zu schwer? Kein Windbeutel mehr.


So feierst du den Tag der Windbeutel

  • Backe selbst – Brandteig ist einfacher als sein Ruf

  • Unterstütze lokale Bäckereien & Konditoreien

  • Probiere neue Füllungen aus

  • Serviere Windbeutel als Dessert oder zum Kaffee

  • Oder ganz pur: nur Sahne, nur Puderzucker, nur Glück


Fazit: Kleine Kugel, große Liebe

Der Tag der Windbeutel erinnert uns daran, dass Genuss nicht kompliziert sein muss. Manchmal reicht ein luftiges Gebäck, ein Klecks Sahne und ein Moment der Ruhe.

Oder anders gesagt: Der Windbeutel ist der Beweis, dass Leichtigkeit satt machen kann.


Das Rezept:


Windbeutel (Pâte à choux) mit Vanillesahne

Luftig, neutral, perfekt gefüllt – genau so, wie man sie aus guten Konditoreien kennt.


Zutaten (ca. 12–15 Stück)

Für den Brandteig

  • 125 ml Wasser

  • 60 g Butter

  • 1 Prise Salz

  • 1 TL Zucker

  • 75 g Weizenmehl (Type 405)

  • 2–3 Eier (Größe M)

Für die Vanillesahne

  • 400 ml Sahne

  • 1 Vanilleschote oder 1 TL Vanilleextrakt

  • 2 EL Puderzucker

  • optional: 1 Päckchen Sahnesteif

Zum Finish

  • Puderzucker

  • optional: gehobelte Mandeln oder Schokosauce


Zubereitung

1. Brandteig herstellen

Wasser, Butter, Salz und Zucker in einem Topf aufkochen.Sobald die Butter geschmolzen ist, Mehl auf einmal zugeben und mit einem Holzlöffel kräftig rühren, bis sich der Teig als Kloß vom Topfboden löst und sich ein weißer Film bildet.

Topf vom Herd nehmen, kurz abkühlen lassen (ca. 2 Minuten).

2. Eier einarbeiten

Eier nacheinander unterrühren – der Teig soll glänzen, weich sein und schwer reißend vom Löffel fallen.Nicht alle Eier auf einmal zugeben – je nach Größe reicht manchmal schon 2½ Eier.

3. Backen

Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.Teig in einen Spritzbeutel füllen und kleine Häufchen auf ein Backblech spritzen.

Wichtig: Während der ersten 20 Minuten den Ofen nicht öffnen!

Ca. 25–30 Minuten goldgelb backen, dann Ofen ausschalten, Tür einen Spalt öffnen und Windbeutel 5 Minuten trocknen lassen.

4. Füllen

Sahne mit Vanille und Puderzucker steif schlagen.Windbeutel aufschneiden oder mit Spritztülle füllen.

Mit Puderzucker bestäuben – fertig.

Nonna-Tipp

In Italien wird oft ein neutraler Brandteig bevorzugt – die Süße kommt erst durch die Füllung. Wer es klassisch mag, lässt Zucker im Teig ganz weg.


... oder ihr probierts mal kreativ:


Windbeutel mit Pistaziencreme & Zitronenzeste

  • Sahne halb steif schlagen

  • 2 EL Pistaziencreme unterheben

  • Abrieb einer Bio-Zitrone zugeben

  • Mit gerösteten Pistazien bestreuen

Elegant, modern, nicht zu süß – perfekt für Gäste.



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