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Food, Drinks and Lifestyle

Best of Italy: Sfogliatella – das Blätterteig-Juwel Neapels

  • Autorenbild: all about taste Team
    all about taste Team
  • vor 12 Minuten
  • 2 Min. Lesezeit

Wenn man an italienische Süßspeisen denkt, kommen sofort Klassiker wie Tiramisu, Cannoli oder Panettone in den Sinn. Doch ein ganz besonderer Schatz aus Neapel verdient ebenso Aufmerksamkeit: die Sfogliatella – ein knuspriges Blätterteiggebäck mit süßer Ricotta-Füllung, das außen fächerartig schillert und innen mit aromatischer Creme überrascht.


Die Geschichte

Die Sfogliatella hat ihre Wurzeln im 17. Jahrhundert und entstand ursprünglich in Klosterküchen Neapels. Die Mönche und Nonnen kreierten kleine Kunstwerke aus feinstem Teig, gefüllt mit Ricotta, Grieß, kandierten Früchten und Zimt. Der Name „Sfogliatella“ leitet sich von sfoglia ab, was „Blatt“ oder „Folie“ bedeutet – eine Anspielung auf die dünnen, knusprigen Teigschichten, die das Gebäck so unverwechselbar machen.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Sfogliatella zu einem Symbol der neapolitanischen Konditorkunst. Ihre Herstellung ist aufwendig und erfordert Geduld und Geschick – jede Schicht wird hauchdünn ausgerollt, aufgerollt und zu der typischen Muschelform geformt. Wer einmal in Neapel eine frisch gebackene Sfogliatella probiert hat, versteht sofort, warum sie zu den Lieblingen der italienischen Pasticceria gehört.


Ein Morgen in Neapel


Stell dir vor: Du spazierst morgens durch die engen Gassen Neapels, der Duft von frisch gebackenem Gebäck liegt in der Luft. Aus einer kleinen Bäckerei dringen die zarten Noten von Zimt, Orange und Butter. Du siehst die Konditoren, wie sie die Blätterteigrollen von Hand aufziehen, aufrollen und in kleine Muscheln verwandeln. Die ersten Sfogliatelle verlassen den Ofen, noch warm, außen knusprig, innen weich und aromatisch – ein perfekter Start in den Tag. Mit jedem Bissen schmeckst du ein Stück neapolitanische Tradition, Handwerkskunst und pure Liebe zum Detail.


Rezept: Sfogliatella – klassisch neapolitanisch


Zutaten (für 6–8 Stück):

Für den Teig:

  • 250 g Mehl

  • 50 g Zucker

  • 1 Prise Salz

  • 100 ml Wasser

  • 50 g Butter, geschmolzen

Für die Füllung:

  • 250 g Ricotta

  • 50 g Zucker

  • 40 g Grieß

  • 1 Ei

  • 1 TL Vanillezucker

  • 1 TL Zimt

  • 50 g kandierte Orange oder Zitronenschale, fein gewürfelt

Zum Bestäuben:

  • Puderzucker


Zubereitung:

  1. Teig vorbereiten: Mehl, Zucker und Salz in einer Schüssel mischen. Wasser und geschmolzene Butter nach und nach einarbeiten, bis ein geschmeidiger Teig entsteht. 30 Minuten ruhen lassen.

  2. Füllung herstellen: Ricotta mit Zucker, Grieß, Ei, Vanillezucker, Zimt und kandierten Früchten glatt rühren.

  3. Teig ausrollen: Teig sehr dünn ausrollen (so dünn, dass man fast durchsehen kann), in Rechtecke schneiden.

  4. Sfogliatella formen: Die Rechtecke aufrollen, zu Muscheln formen und die Füllung hineingeben.

  5. Backen: Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Sfogliatelle auf ein Backblech setzen und ca. 25–30 Minuten goldbraun backen.

  6. Servieren: Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.


Tipp: Wer sich das aufwendige Blätterteigziehen sparen möchte, kann auch fertigen Blätterteig verwenden, muss dann aber die charakteristische Fächerstruktur leicht anpassen.


Die Sfogliatella ist mehr als ein Gebäck – sie ist ein Stück neapolitanische Geschichte, Kultur und Handwerkskunst. Außen knusprig, innen weich, aromatisch und liebevoll – ein Genuss, der Italien auf den Teller bringt.

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